Rückenschmerzen sind zu einer teuren Volkskrankheit geworden. In Deutschland sind sie der zweithäufigste Grund für Arztbesuche. Statisch gesehen klagen etwa 2 7 Prozent der Männer und 40 Prozent der Frauen über Rückenschmerzen, etwa 70 Prozent geben an, mindestens einmal im Jahr darunter zu leiden. Wie entstehen Rückenschmerzen überhaupt? Meist sind die Knochen der Wirbelsäule nicht ursächlich für den Schmerz verantwortlich. So kommt es häufig durch Verrenkungen oder Fehlbelastungen wie z.B. Sitzende Schreibtätigkeit oder unsachgerechtes Tragen und Heben z u schmerzhaften Verspannungen der Rückenmuskulatur, wodurch benachbarte Nerven gereizt werden. Zunächst gelangt der akute Schmerzreiz über Nervenbahnen ins Rückenmark und von dort aus ins Gehirn, wo der Schmerz weiterverarbeitet wird. Beim nach einer bestimmten Zeit nicht beseitigt sind. Es gibt mehrere Krankheitsbilder, die häutiger auftreten wie etwa dieses: Kommt e s z u einem Austritt von Gallertmasse aus dem Bandscheibenkern, spricht man von einem Bandscheibenvorfall. In einem solchen Fall kann die Masse auf die Rückenmarksnerven drücken, und starke Schmerzen und gegebenenfalls Lähmungen und/oder Gefühlsstörungen verursachen. Die Ursachen für einen Bandscheibenvorfall sind vielfältig. Beispielsweise kann eine jahrelange Vorschädigung durch einseitige Belastung z u einem Bandscheibenvorfall führen, aber auch genetische oder muskuläre Schwächen können die Ursache sein. Bewegungsmangel und Fehlhaltungen sind in der heutigen Zeit Ursache für einen rasanten Anstieg an Bandscheibenvorfällen. Kreuzschmerzen i n der Lendenwirbelsäule werden medizinisch als Lumbago bezeichnet, treten sie plötzlich und heftig auf, spricht man von einem Hexenschuss. I n solch einem Fall Ist die Bewegungsfähigkeit stark eingeschränkt, sogar Sitzen kann sehr schmerzhaft sein. Selbst geringste bewegungen sind aufgrund der starken Schmerzen unmöglich. Rückenschmerzen können jedoch nicht nur durch eine akte Entzundung hervorgerufen werden; häufig sind auch degenerative Abnutzungserscheinungen der Wirbelkörper- Knochen Grund für die Schmerzen. Eine überwiegend Frauen betreffende Erkrankung ist die Osteoporose. Hier nimmt die Knochenmasse ab, die Reduzierung der Wirbelkörper-Höhe führt zu erheblichen Beschwerden. Verschleißerscheinungen sind aber nicht nur älteren Menschen vorbehalten, sie treten auch schon bel jungen Menschen auf. Eine häufige Krankheit bei ihnen ist die seitliche Krümmung der Wirbelsäule, Skollose genannt. Diese entsteht während des Wachstums und verschlechtert sich in Zeiten verstärkten Körperwachstums, zum Beispiel i n der Pubertät. Wirbelfehlbildungen, Muskelerkrankungen und Beinlangendifferenzen können ebenso der grund sein. Aber nicht immer sind Körperliche Gebrechen Ursache für Rückenschmerzen. Auch Depressionen und psychischer Stress können ein Auslöser sein. Nicht umsonst klagen Menschen i n Trauersituationen oft über starke Schmerzen. Umgekehrt können dauerhafte Rückenschmerzen auch Einfluss auf die Psyche nehmen. Leidet ein Mensch jahrelang unter andauernden Schmerzen z.B. Durch einen Bandscheibenvorfall, kann ihn dies psychisch zermürben, e r wird zunehmend depressiv. Jeder Schritt tut weh, man wagt e s kaum noch, sich z u bewegen. Hinzu kommt die Angst um die körperliche Leistungsfähigkeit und den Job. Erfreulich ist jedoch, dass diese Symptome oft mit einer erfolgreichen Bandscheibenoperation verschwinden. Um Rückenschmerzen vorzubeugen oder die Behandlung z u unterstützen, müssen Sie Ihren Rücken auch im täglichen Leben trainieren. Sport stärk die Muskeln und ist gut gegen Verspannungen. Besonders geeignet sind Schwimmen und Rad fahren. Viele Krankenkassen bieten mittlerweile Rückenkurse an, hier lernen die Teilnehmer das rückengerechte Heben, Bücken und Tragen sowie eine gesunde Körperhaltung. Ebenso gibt e s Kurse, i n denen man erfährt wie man durch eine gesunde Ernährung Rückenproblemen vor beugen oder Beschwerden lindern kann. Treten Rückenschmerzen aber häufiger auf, sollen Sie zum Arzt gehen. Dieser kann ausschließen, dass eine ernsthafte Erkrankung vorlegt, und die weitere Therapie mit Ihnen besprechen. Oft sind Massagen und Krankengymnastik effektive Maßnahmen, um die Schmerzen z u lindern und weiteren Beschwerden vorzubeugen.